Das Sanitary-Pad Projekt

 

Hilfe - einmal ganz anders - so einfach, und doch so genial

 


Für Mädchen und Frauen in Äthiopien bedeutet die monatliche Periode eine schwierige Situation. Mangels geeigneter Hygieneartikel müssen sie während dieser Zeit der Schule, der Ausbildung oder der Arbeit fernbleiben. Für uns unverständlich, wie ein solches Alltagsproblem sämtliche Äthiopierinnen - sofern sie nicht wirklich reich sind - regelmäßig vom Alltag ausgrenzt. Wir haben uns intensiv dieser Problematik angenommen und eine Strategie entwickelt; 2018 setzten wir es um: Einweisung von jungen Frauen in die gewerbsmäßige Eigenproduktion von wiederverwendbaren Hygieneartikeln.

 




Wir brachten hier in Deutschland produzierte Artikel zur Anschauung mit nach Äthiopien. Wir bereiteten Schnittmuster vor und besorgten spezielle Stoffe und Utensilien. Von Deutschland aus koordinierten wir ein Treffen mit interessierten und motivierten jungen Äthiopierinnen in der Klinilk Burat.Wir erklärten ihnen die selbständige Herstellung solcher Hygieneartikel/sanitary pads.

 



Viele Fragen wurden gestellt und mussten irgendwie gelöst werden: Woher die speziellen Materialien besorgen?

Was soll das fertige Pad kosten? Wie ist der Schichtaufbau? Wie reinige ich es, um es wiederzuverwenden?

Die jungen Frauen waren aufmerksam- und nach einem intensiven "Gespräch" hatten sie es verstanden .

Sie waren begeistert!


 

Nochmals werden Schichtaufbau,Schnittmuster,Prinzipien der Herstellung durchgesprochen.Die jungen Frauen haben es verstanden und sind begeistert.Nochmals werden Schichtaufbau,Schnittmuster,Prinzipien der Herstellung durchgesprochen.Die jungen Frauen haben es verstanden und sind begeistert.

 


Wir gaben jeder Frau ein Startkapital von 12€; genug, um die ersten Pads zu nähen, sie dann gewinnbringend zu verkaufen und vom Erlös noch mehr Material zu erwerben. Dennoch Skepsis: Gelingt so ein Start in eine eigene gewerbliche Zukunft?

Dieses Jahr konnten wir bei unserem Besuch noch weitere Probleme lösen:

z.B.: Für eine ökonomische Produktion benötigen diese Frauen, die nebenbei noch ihre Kinder und den Haushalt versorgen, eine Nähmaschine.

Die Fertigung per Hand ist zu zeitaufwändig. Die erste Maschine haben wir bereits aus Addis besorgt, weitere sollen folgen. Die Burat-Schwestern sind mittlerweile begeistert von dem Projekt und bringen es in die Schulen; dort gibt es nun Hygiene- Schulungen und Einweisungen. Wir hoffen, dass sich das Projekt allein durch seine Genialität durchsetzt!

Win-win Situation:

Die produzierenden Frauen gewinnen Selbständigkeit!

Für viele Frauen und Mädchen kann die Nutzung der Pads die Lösung ihrer "weiblichen " Probleme sein.

 

Sollte es so einfach gewesen sein ???

 

2019 im Tukull in Burat2019 im Tukull in Burat